12 Oct 2026
Regulatorische Entwicklungen im deutschen Glücksspielrecht unter dem GlüStV 2021 im Fokus

Der Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) veröffentlichte am 3. Juli 2026 ihren Tätigkeitsbericht 2025, der einen deutlichen Schwenk von der Lizenzvergabe hin zur laufenden Beaufsichtigung und Durchsetzung gegen nicht lizenzierte Anbieter markiert, während der GlüStV 2021 weiterhin die Rahmenbedingungen für den gesamten Markt vorgibt. Experten haben beobachtet, dass dieser Bericht die Fortschritte bei der Implementierung der Regelungen seit 2021 zusammenfasst und zugleich die nächsten Schritte für eine effektive Marktüberwachung skizziert, die bis Ende Oktober 2026 an Bedeutung gewinnen werden, da die gesetzliche Evaluierung bis zum 31. Dezember 2026 ansteht.
Schwerpunktwechsel in der GGL-Aufsicht
Im Tätigkeitsbericht 2025 dokumentiert die GGL, wie sich die Behörde von der Phase der Erteilung von Lizenzen zunehmend der Überwachung bestehender Konzessionen und dem Vorgehen gegen illegale Angebote widmet, was sich in konkreten Maßnahmen gegen Betreiber ohne gültige Erlaubnis niederschlägt und durch EU-rechtliche Vorgaben ergänzt wird. Beobachter notieren, dass diese Ausrichtung auf die Stabilisierung des regulierten Marktes abzielt, indem Spielerschutzmechanismen, Werberichtlinien und Modelle für Online-Casinos systematisch geprüft werden, während gleichzeitig Gerichtsurteile des Europäischen Gerichtshofs Hinweise zu Rückerstattungen an Spieler liefern, die bei nicht lizenzierten Anbietern getätigt wurden.
Die anstehende gesetzliche Evaluierung bis Ende 2026
Die gesetzlich vorgeschriebene Evaluierung des GlüStV 2021 muss bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein und untersucht zentrale Aspekte wie den Spielerschutz, die Werbebeschränkungen sowie die Zulässigkeit bestimmter Online-Casino-Formate, wobei Daten aus dem Tätigkeitsbericht 2025 als Grundlage für diese Prüfung dienen. Forscher haben festgestellt, dass diese Bewertung auch die Auswirkungen der bisherigen Lizenzvergaben berücksichtigt und Empfehlungen für Anpassungen erarbeitet, die dann in die politische Diskussion einfließen, während die GGL bereits erste Erkenntnisse aus ihrer Aufsichtspraxis einbringt, um illegale Angebote effektiver zu bekämpfen.
Im Oktober 2026 gewinnt diese Evaluierung weiter an Fahrt, da die Behörden die gesammelten Erkenntnisse bündeln und mit den Vorgaben aus Luxemburg abstimmen, um Rückerstattungsansprüche von Spielern bei unlizenzierten Plattformen rechtlich einzuordnen. Der Tätigkeitsbericht 2025 liefert hierzu detaillierte Statistiken und zeigt auf, wie viele Verfahren gegen nicht autorisierte Betreiber eingeleitet wurden, was die Grundlage für künftige Enforcement-Strategien bildet.

EU-rechtliche Impulse zu Spieler-Rückerstattungen
EuGH-Entscheidungen geben den deutschen Behörden Orientierung bei der Frage, ob und in welchem Umfang Spieler bei unlizenzierten Anbietern geleistete Einsätze zurückfordern können, und diese Leitlinien fließen direkt in die laufende Evaluierung ein, während die GGL ihre Aufsichtstätigkeit entsprechend anpasst. Behördenvertreter haben dokumentiert, dass solche Rückerstattungsregelungen den Spielerschutz stärken sollen, indem sie Anreize für den Wechsel zu lizenzierten Angeboten schaffen und gleichzeitig die Durchsetzung gegen graue Märkte erleichtern.
Praktische Auswirkungen auf den Markt
Die Verschiebung hin zu intensiverer Überwachung zeigt sich in der Praxis durch vermehrte Kontrollen und Kooperationen mit anderen europäischen Behörden, wobei der Tätigkeitsbericht 2025 konkrete Fallzahlen und Erfolge bei der Sperrung illegaler Angebote auflistet. Solche Maßnahmen tragen dazu bei, dass der regulierte Sektor weiter wächst, während die Evaluierung bis Dezember 2026 mögliche Nachjustierungen bei Werbeverboten oder Casino-Modellen prüft, die dann in aktualisierte Ausführungsbestimmungen münden können.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend liefert der GGL-Tätigkeitsbericht 2025 die Datenbasis für die anstehende Evaluierung des GlüStV 2021, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein muss und neben Spielerschutz sowie Werbung auch Online-Casino-Modelle sowie EU-Vorgaben zu Rückerstattungen einbezieht, sodass die Behörden im Oktober 2026 bereits konkrete Vorbereitungen für eine marktkonforme Weiterentwicklung treffen. Die beschriebene Verlagerung von der Lizenzierung zur laufenden Aufsicht bildet damit die Grundlage für eine nachhaltige Regulierung, die illegale Angebote systematisch zurückdrängt und den legalen Markt stärkt.